14. September 2008
Nachdem wir 2006 mit der Haltung von Strumpfbandnattern unsere Schlangenhaltung begonnen hatten, stellte Melanie bald fest, dass ihr die Nattern zu aufgeregt waren. Beim Herausnehmen versuchten die Tiere immer zu flüchten. Außerdem verspritzten sie ihr nicht gerade wohlriechendes Analsekret.
Im Sommer 2007 besuchten wir das Reptilum in Landau/Pfalz. An unserem Besuchstag waren kaum Besucher dort. So hatten wir die Möglichkeit, uns alles genau anzuschauen und auch bei der Vorstellung der Tiere an der Front zu stehen.
Durch eine sehr freundliche Pflegerin wurde auch ein Königspython vorgestellt. Man durfte ihn in die Hand nehmen und auf sich herumkriechen lassen. Und siehe da, der Python verhielt sich doch ganz anders als unsere Nattern. Er war ruhig und erkundete das Terrain ohne Aufregung.
Nach dem Besuch stand fest, solche Tiere wollten wir auch haben. Nach dem Studium vieler Websites und eines Buches von Thomas Kölpin zog unser erster Köpi Horst im Herbst 2007 bei uns ein. Er erfüllte unsere Erwartungen bzgl. der ruhigen Art anfangs nicht, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase klappte jedoch alles bestens. Horst wurde in einer Terraristikfachhandlung als deutsche Nachzucht erworben. Leider schleppte er uns Schlangenmilben ein, welche jedoch mit ARDAP-Spray erfolgreich beseitigt werden konnten. Die Behandlung führte jedoch zum Verlust von drei Thamnophen (siehe Probleme bei der Haltung von Strumpfbandnattern), was äußerst unerfreulich war.
Nach dem Studium eines weiteren Buches von Kevin Mc Curley entschlossen wir uns, auch einige Farbmorphen des Köpi zu erwerben.
Abschließend merken wir an, dass der Königspython eine sehr schöne Schlange ist, die bei richtiger Einarbeitung in die Haltungsbedingungen auch durch den Anfänger zu pflegen ist. Es ist allerdings zu beachten, dass die Tiere nacht- und dämmerungsaktiv sind. Wer also eine Schlangenart sucht, die auch am Tage im Terrarium herumkriecht, der ist mit einem Königspython schlecht beraten.